Über AQUA


Projektdaten
AQUA - alternsgerechte Qualifizierung

Um ältere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stärker an Weiterbildung zu beteiligen, entwickelt und erprobt AQUA arbeitsplatznahe Lernformen, die die Teilnehmenden weitgehend selbstständig ausgestalten. Dabei werden sie sich ihrer eigenen Kompetenzen wieder stärker bewusst und erhalten auch Gelegenheit, diese vor ihren Führungskräften zu beweisen.

Das Renteneintrittsalter ist nun auf 67 Jahre erhöht worden. Damit die Wirtschaft dauerhaft über gut qualifizierte Fachkräfte verfügt, muss die Bildungsbeteiligung von künftig älteren und von erfahrenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern deutlich gesteigert werden.


Lernkonzept "EQUA - erfahrungsbasierte Qualifizierung"

Das Lernkonzept "EQUA - erfahrungsbasierte Qualifizierung" beinhaltet 4 - 6 moderierte Workshops (WS) von je ca. 2,5 Stunden im Abstand von 2 bis 4 Wochen. Dazwischen, in der Selbstlernphase (SLP), arbeitet die Lerngruppe selbständig. Die Einbindung betrieblicher Entscheidungsträger (EBE) und die Einbindung beteiligter betrieblicher Stellen unterstützen das Training wie auch Lernbausteine (LB), Gelegenheiten zum Austausch (GA) und die Entdeckung weiterer Lerngelegenheiten (EL).

Neue Formen arbeitsplatznahen selbstgesteuerten Lernens, die sich für ältere Beschäftigte besonders eignen, fehlen bisher weitgehend. Das Projekt "AQUA - alternsgerechte Qualifizierung" hat in seinem ersten Durchlauf (2002 - 2005) selbstgesteuertes Lernen Trainings in Betrieben unter Einbeziehung von Älteren durchgeführt. Die Lernarrangements zum erfahrungsbasierten Lernen werden im jetzigen zweiten Projektdurchlauf weiterentwickelt und in Betrieben erprobt. Die Trainingsformen sind auch für Jüngere geeignet und kommen allen Altersgruppen als kontinuierliches selbständiges Lernen zugute.

Die Überwindung von Lern- und Qualifikationsdefiziten, die Rolle der Führungskräfte sowie die Auswahl und Bearbeitung von Lerninhalten sind im Hinblick auf die Nachhaltigkeit von Personalentwicklung mit allen Altersstufen weitere wesentliche Aspekte der Projektarbeit. Das Projekt dauert von Juli 2005 bis Dezember 2007.


Erfahrungen nutzen

Kern der Aktivitäten mit Unternehmen ist das Inhouse-Trainingsmodell "EQUA - erfahrungsbasierte Qualifizierung". Es besteht aus mehreren Lernbausteinen mit Selbstlernphasen und wird jeweils speziell auf eine betriebliche Problemstellung zugeschnitten. Durch die Praxisnähe, die Alltagsrelevanz und die Mobilisierung von Erfahrung ist das Trainingsmodell auch für lernentwöhnte Personen geeignet. Gerade die beruflichen Erfahrungen der älteren Beschäftigten bilden eine wertvolle Basis für den Erfolg des Modells.



Kooperation mit der Praxis

Die Lerninhalte und -ziele werden zusammen mit dem Betrieb identifiziert. Lernmodule zu speziellen Fachinhalten werden bedarforientiert zusammen mit Fachexperten entwickelt. Ziel der Erprobung im Arbeitsalltag ist es, Empfehlungen für die Gestaltung von lebenslangem Lernen im Betrieb zu formuliern. Zur Verbreitung dieser innovativen, alternsgerechten Lernformen werden Trainer und Trainerinnen der Erwachsenenbildung sowie Bildungsberater und beraterinnen geschult.

Überbetriebliche Workshops sichern den Erfahrungsaustausch zwischen den Betrieben. Multiplikatoren aus dem Kreis der strategischen Partner (Arbeitsgeber und Verbände, Arbeitnehmerorganisationen, Lokal- und Regionalpolitik, Arbeitsverwaltung etc.) sensibilisieren ihre Zielgruppen für die Thematik des Lernens und der beruflichen Bildung vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und verbreiten die gewonnenen Erkenntnisse in ihrem Umfeld.

Vorträge und Publikationen tragen dazu bei, dass weitere Betriebe von den Ergebnissen profitieren. Im Internet wird das Material unter www.aqua-nordbayern.de zeitnah veröffentlicht.

Betriebe im Großraum Nürnberg, die an arbeitsplatznahen Trainings für ihre Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen interessiert sind, können sich noch für das Projekt melden.



Ein Netzwerk für die Region

AQUA arbeitet in einem regionalen Netzwerk, das den Standort Nürnberg und seinen Arbeitsmarkt stärken will. Diese Entwicklungspartnerschaft FAIRplus - Förderung des Arbeitsmarktes mit innovativen Regionalprojekten in der Region Nürnberg wird im Rahmen der EU-Gemeinschaftsinitiative EQUAL gefördert. Zielsetzung des Projektverbundes FAIRplus, unter Federführung des Wirtschaftsreferats der Stadt Nürnberg, ist es, zu einer nachhaltigen Verbesserung der Beschäftigungssituation von Erwerbstätigen und Arbeitslosen sowie einer Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit von Betrieben in Stadt und Region Nürnberg beizutragen. Vor dem Hintergrund

demografischer Veränderungen und
zunehmender Internationalisierung

entwickeln und erproben die 28 Partner von FAIRplus innovative Modelle einer betriebsbezogenen Arbeitsmarktpolitik zur Beförderung des Strukturwandels in der Region Nürnberg.

Auf europäischer Ebene kooperiert FAIR im Rahmen der transnationalen Partnerschaft InterFAIR mit den Entwicklungspartnerschaften:

EQUAL at work - Dublin Employment Pact, Irland
Welcoming Budapest - Stadtverwaltung von Budapest, Ungarn
Proyecto sur de Madrid - Arbeitsverwaltung, Spanien
EQUAL chances for all (Warminsko-Mazurski Region) - Gewerkschaft, Polen

AQUA ist ein Projekt der bfz Bildungsforschung

Zu den Projektdaten des Projekts "AQUA - alternsgerechte Qualifizierung"

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